Übersichtskarte

Ein Abschlussbericht

Sonntag, 10.01.2016

So nachdem ich jetzt mehr als ein halbes Jahr wieder in Deutschland bin, hab ich mich meiner Meinung nach ganz gut wieder eingelebt. Es war ein schönes Jahr, in dem ich viele Erfahrungen gesammelt habe und welches mich auch weiter gebracht hat in meinem Leben. Ich würde so ein Jahr, in dem ich nicht weiß was mich wirklich erwartet, auf jeden Fall noch mal machen.
Wenn ich Deutschland und die USA vergleiche und mich entscheiden müsste, wo ich leben soll, würde ich mich für Deutschland entscheiden. Auch wenn ich vor allem das Schulsystem in den USA viel besser fand, muss ich aber auf der anderen Seite auch sagen, dass das soziale Leben und der Standpunkt zu manchen politischen Dingen mir nicht so gefällt.
Was auch sehr komisch am Anfang war, dass die USA geschichtlich noch recht "jung" ist. So gibt es in großen Städten nicht die historische Altstadt, wie man es in Deutschland gewohnt ist. So gab es auch oft Momente im Geschichtsunterricht, wo unser Geschichtslehrer sagte, dass etwas sehr lange her ist und im Endeffekt waren es dann nur 200 Jahre.

Zusammenfassend fand ich dieses Jahr sehr schön. Ich habe viele neue Freunde gefunden, weiß nun wie es sich anfühlt der große Bruder und hatte viel Spaß. Ich würde jedem empfehlen, der diese Möglichkeit hat, so ein Jahr zu machen.

Ein kleiner Überblick vom Ende

Dienstag, 02.06.2015

Ach her je meh jeh... Seit einem Monat gab es jetzt schon keinen Bericht mehr. Das tut mir leid.
Ich hatte keine Lust, Motivation und vielleicht auch Zeit einen zu schreiben.

Nun aber ein kleiner Überblick von den Highlights, die geschehen sind.

Meine Eltern haben es irgendwie geschafft den Weg nach Indianapolis, über New York (mit guten Englischkentnissen), zu finden und meine Gastfamilie und ich habe sie dann am Mittwoch den 13.5. im Empfang genommen. Von dort ging es dann nach Chicago.
Naja Chicago ist nun die 2. größte Stadt der USA und ich habe festgestellt, dass es doch ein bisschen größer als Orleans ist, auch wenn es nicht viel ist. Allerdings hatten wir die meiste Zeit eine schöne Zeit, abgesehen von ein paar Meinungsverschiedenheiten. Trotzdem habe ich sofort mitbekommen, dass ich nun wieder im Aktivurlaub der Familie Reich bin und so haben wir eine Kanufahrt auf dem Chicagoriver, was sehr, sehr geil war, und eine Fahrradtour gemacht. Außerdem waren wir auf 2 verrschiedenen Hochhäusern und haben viel gegessen. Letzteres war am wichtigsten. Natürlich wäre es nicht Familie Reich, wenn sie nicht an einen Lauf teilnehmen würde und so sind meine Eltern 21km und ich 10km gelaufen. Ich war so schnell, dass ich von der Skyline gar nichts mitbekommen habe, während meine Eltern dann doch das ein oder andere Bild, während des Laufens gemacht haben.

Das Schönste war aber, auf der einen Seite, das Essen. Wir haben originale Pizza "Chicago" Style gegessen und naja, das hatte meiner Meinung nach nicht mehr viel mit Pizza zu tun, aber trotzdem hat es geschmeckt. Auf der anderen Seite war ich sehr fasziniert und beeindruckt von all den Hochhäusern. Und ob ich von meinem kleinem Kanu nach ganz oben geguckt habe oder durch eine Glasscheibe nach ganz unten geguckt habe, war ich jedes Mal wieder aufs Neue sprachlos.

Auto fahren... Kanu! nichts... Kunst? Während des LAUFENS!!! Herr Reich ist glücklich :D PIZZA? Fahrradtour Freies Intenert muss ausgenutzt werden! :D auch wenn man die Skyline von Chicago vor sich hat...

Von Chicago ging es dann direkt nach Orleans, wo meine Eltern dann noch ein paar Tage die Umgebung unsicher gemacht haben. Dort haben sie meine High-School, das Haus meiner Gastfamilie und natürlich die Leute mit denen ich ein Jahr abgehangen hab kennengelernt. Auch haben sie ihre Erfahrungen mit der DDR weitergegeben, als sie vor meiner Geschichtsklasse geredet haben.

Am Samstag den 23.5. hatte ich dann Graduation, also Abschluss. Auch wenn ich kein Diploma, sondern "nur" ein "Zertifikat der Anwesenheit"  erhalten hab, war es doch eine schöne Erfahrung mal eine richtige, amerikanische Abschlusszeremonie mitzumachen.
Eigentlich ist es so wie man es sich vorstellt mir langen schwarzen Umhängen und diesen viereckigen Hüten. Es hat sie aber komisch angefühlt, dass man auf einmal zwei Elternpaare im Publikum sitzen gehabt hat.
Am Sonntag sind dann meine Eltern auch schon wieder nach Deutschland geflogen. Es war schön, dass sie mich besucht haben und ich hoffe ich konnte ihnen ein bisschen die USA näherbringen.

Danach war dann auch schon das Schuljahr für mich zu Ende. Ich habe also Sommerferien. Und das für ganze 3 Monate. Das ist schon was.
Naja die ersten paar Tage habe ich hauptsächlich mit Freunden verbracht und wir sind zusammen zu Baseball und Softball spielen gefahren, oder hatten eine kleine Poolparty.

Nun ist es so langsam Zeit für mich meine Sachen zu packen, Flugsitzplätze zu reservieren und noch ein letztes Mal, was mit meiner Gastfamilie und Freunden zu machen. Gerade wenn ich Zeit zum Nachdenken habe wird es echt schlimm und ich realisiere, wie sehr ich doch alle vermissen werden.

Als ich meine Flüge noch mal durchgegangen bin und meine Sitzplätze reserviert habe, hat mich mein kleiner Gastbruder gefragt: "Wait, I am not going with you?" (Warte, ich komme nicht mir dir mit?). Das war schon ein sehr komisches Gefühl da nein zu sagen.

Am Freitag geht es also los, um nach 15h und 31min und 7644km von Indianapolis nach Leipzig zu kommen. Ich werde mit ziemlicher Sicherheit die USA vermissen freue mich aber auf der anderen Seite auf Deutschland. Am meisten darauf mal wieder meinen kleinen Hund zu knudeln und mal wieder eine richtige Bratwurst zu essen.

Habt eine schöne Woche
Ludwig

Meine letzte "normale" Woche...

Dienstag, 02.06.2015

Nun in den letzten Wochen von meinem Aufenthalt, hier in den USA, geht jetzt leider auch die ein oder andere Sache zu Ende. Ich weiß nicht, ob ich mich drüber freuen soll oder nicht.

Fangen wir gleich mal beim Ersten an. Das ist Acedemic Team und am letzten Wochenende waren dort die finalen Meisterschaften. Das Ganze war in Perdue University, was ungefähr 3h Busfahrt entfernt war. Also ging es schon früh um 6 los. Wie immer war auch da Mathematik zuerst dran. Deswegen musste ich aus meiner verschlafenen Stimmung rauskommen und mich irgendwie auf Höchstleistung bringen. Dieses Mal war auch besonders, dass Jeans und kurze Hosen verboten waren und so habe ich Hemd und Krawatte getragen.
Bei dem eigentlichen Wettkampf war ich so aufgeregt, dass ich kaum etwas davon mitbekommen habe. Trotzdem konnte ich die eine oder andere Frage beantworten. Am Ende sind wir "nur" Dritter geworden. Das klingt jetzt erstmal gut und ich bin vollkommen zufrieden. Wenn ich dann aber dazu sage, dass wir mit einem Punkt mehr gewonnen hätten, kann man schon ein bisschen enttäuscht sein. Dafür haben wir aber in Fine Arts und Englisch gewonnen.
Insgesamt war das Acedemic Team eine schöne Erfahrung und ich bin stolz darauf, dass ich dem Mathematik Team aus Orleans zu dem einen oder anderen Punkt verhelfen konnte.

Diese Woche ist auch Band zu Ende gegangen. Dort hatten wir zum Abschluss noch Awards, also Preise für besonders gute Mitglieder. Für mich war es schön, da wir nochmal eine kleine Bildershow mit vergangenen Ereignissen gesehen haben. Ich habe eine Auszeichnung als "bester Austauschschüler" bekommen. Außerdem wurde ich noch als Senior ausgezeichnet. Über beides habe ich mich sehr gefreut und habe FAST angefangen zu weinen. Jetzt kann ich nur noch einmal mit der Band auftreten und das ist, wenn wir zur Graduation (Abschluss, Zeugnissausgabe) die Nationalhymne spielen.

Zu guter Letzt hatte ich auch meinen letzten Schultag. Ich muss zwar nochmal in die Schule um meine Finals zu schreiben, aber das sollte nicht ganz so schlimm werden. Trotzdem werde die ganz normale Schule vermissen. Es war eine schöne Erfahrung in eine amerikanische High School zu gehen, und einen kleinen Anblick in das Bildungssystem zu haben. Im Nachhinein würde ich zwar vielleicht nicht so anspruchsvolle Kurse wählen, vor allem in Mathe nicht, aber es war schon nicht schlecht, dass ich das ein oder andere Mal meinen Kopf anstrengen musste.


Habt eine schöne Woche
Ludwig

Wochen vergehen...

Samstag, 02.05.2015
Da ja in den letzten Wochen meine Berichte sehr regelmäßig kamen, kommt heute mal eine Zusammenfassung davon, was passiert ist.

Zum einen war Prom. Samstag war dann der große Tag. Um 15:30Uhr wurde ich von meinem Date abgeholt, da ich ja nicht selber fahren kann. Mein Date war Victoria. SIe ist ein Junior (11.Klasse) an meiner Schule.
Danach ging es erstmal zum Stadtpark, wo man mit allen möglichen Personen Fotos machen konnte.
Dann ging es zur Schule, wo um 17:00Uhr Grand March war. Wie der Name schon fast verrät, war es was mit aufmarschieren. Jetzt nicht im militärischen Sinne oder so. Man ist mit seinem Date, alleine oder mit Freunden in die Turnhalle reingegangen. Es war alles dunkel und ein Spotlightlight wurde auf einen gerichtet. Dabei wurde erzählt, wer man ist, wer seine Eltern sind und in welcher Klassenstufe man gerade ist. Anschließend wurden nochmals Fotos gemacht.
Als dann jedder seine Fotos hatte, ging es von Orleans nach French Lick. Das ist ein Ort, der ungefähr 25min Autofahrt entfernt ist. Dort ist ein sehr, sehr großes Hotel, wo der eigentliche Prom stattfand. Dort gab es zuerst Essen (Salat, Schweinefleisch mit Ofenkarttoffeln, Käsekuchen). Dann wurde etwas eingeschoben, was normalerweise nicht passiert. Da meine Matherlehrerin im Sommer in Rente geht, wurde an ihren ersten Prom (in 1976 glaube ich) mit einem Bild erinnert, wo sie und ihr Mann zu sehen sind. Sie wurde zur besonderen Königrn des Abends erklärt. Danach wurde freudig getanzt bis 23:00Uhr. Um 23:00Uhr war der Prom zu Ende und man ist kurz nach Hause gefahren um seine Sachen zu wechseln.
Um Mitternacht ging dann After-Prom los. Dort gab es verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel Hüpfburgen, Bingo, Dreiradfahren, Karaoke oder Basketball. Dort haben sich alle nochmal wie kleine Kinder gefühlt und auswiegend gefeiert. Das Coole war, für jede Aktivität, die man gemacht hat, wurde ein Los mit seinem (dem eigenen) Namen in den Lostopf geworfen. Um 3:00Uhr war dann die Auslosung. Hauptpreise waren $300, ein Flachbildfernseher und $500. Dazu kamen noch viele kleinere Preise, wie zum Beipiel Gutscheine, beats Köpfhörer. Ich hatte Glück und habe $100 gewonnen
Als wir dann um 3:00Uhr gehen mussten, sind wir anschließend frühstücken gegangen. Ich war ganz schön müde als ich um 5:00Uhr zu Hause angekommen war.

Schuhe... Alle Seniors

Auch war Acedemic Team. Es lagen die Regionalen Meisterschaften an. Die haben wir gewonnen, auch wenn das nicht so einfach war. Dabei kam es dieses Mal darauf an, ob wir es ins Finale schaffen oder nicht. Dafür werden im ganzen Staat Indiana die Meisterschaften zur gleichen Zeit abgehalten. Dann werden die besten Teams ausgewählt um dann ins Finale am 9. Mai.
Wir haben es auch geschafft. Also drückt uns am 9. Mai die Daumen, dass wir gut durchkommen.

Am letzten Wochenende hatten wir dann mit der Band einen Auftritt. Dafür bin ich Freitag schon mit meiner Gastfamilie und dem Wohnwagen losgefahren. Nach 4h fahrt waren wir dann endlich da und konnten den Abend bei Lagerfeuer ausklingen lassen. Am nächsten Tag war dann der Auftritt. Das war diesmal das, was ich unter marschieren verstehe. Also in Reih und Glied. Zuerst ging es dafür zu einer Schule, wo der eigentliche Wettkampf stattfand. Danach war dann Zeit für Spaß. Das bedeutet, dass wir nach Kings Island gefahren sind. Kings Island ist ein riesiger Vergnügungspark mit Freibad und Achterbahnen und allen was dazugehört. Leider hat es geregnet und so war der Spaßfaktor nicht so groß, aber er war vorhanden.Um 5 sind wir dann schon wieder zum Campingplatz gefahren und haben noch gemütlich Hotdogs über dem offenem Feuer gebraten. Am Sonntag ging es dann auch schon wieder zurück.

Auf Gehts!

 

Habt eine schöne Woche
Ludwig

Auf, Auf der Sommer kommt!

Montag, 13.04.2015
Wie die fleißigen Leser unter euch bestimmt schon mitbekommen haben, kam letzte Woche kein Bericht. Das liegt einfach daran, dass ich zu faul war, mich für 30min hinzusetzen und diesen zu schreiben. Naja die 8 oder 9 Berichte, die jetzt noch kommen, schaffe ich auch noch. Wobei halt mal 8-9 Berichte? Das ist ja voll wenig... Das bedeutet, dass mein Jahr so langsam vorbei ist und naja, jetzt wo, der Sommer in den Startlöchern steht, macht mich das traurig. Eine Lehrerin von mir hat gesagt, dass das letzte Semester (von 4) einfach nur vorbeifliegt. Und ich muss sagen sie hat recht. Zum Beispiel war letzte Woche Ostern und es kommt mir so vor als wäre es gestern gewesen.
Dafür werden die Unterrichtstunden in der Schule immer langweiliger und länger. Während es am Anfang noch interessant war und ich aufgepasst habe, komme ich jetzt langsam in die Phase, wo ich nur noch das Nötigste mache. Ich laufe im Energiesparmodus, um all meine Kraft für die Aktivitäten nach der Schule aufzuheben. Auch wenn ich gehofft habe, dass die Kraft, die ich mir im Winter, in Form von einem kleinen Bäuchlein, zugelegt habe, mir dabei hilft auf Hochtouren laufen zu können, bringt dieseBäuchlein oft nur zusätzliches Gewicht.
Ich habe am Sonntag noch 31 Tage bis meine Eltern kommen und noch 54Tage, bis ich die USA verlassen muss/will. Ich freue mich riesig darauf, wieder mit meinekleinenHund spielen zu können und mit ihr einfach Mal ein paar Runden zu drehen, ohne gleich Angst zu haben, mit irgendeinem wilden Amerikaner zusammenzustoßen, der sein privates Grundstück mit Waffengewalt verteidigen will.
 
Montag war nicht so viel los, außer dass ich in der Schule saß, während ich mit ein paar Freunden in Deutschland geschrieben habe, die freihatten. Für mich ist es echt komisch Ostermontag in die Schule zu gehen, aber das gehört in den USA dazu.

Dienstag hatten wir in der Schule kein Internet, und das war für viele fast ein Weltuntergang. Aus meinen 4 Fächern, die ich dienstags habe, basiert eins total auf Internetnutzung und 2 auf teilweisse auf Internetnutzung. So haben wir in dem einen Fach einfach mal nichts gemacht. Dafür weiß ich jetzt, wie man Tisch-American-Football spielt.
 
Donnerstag hatte ich dann meinen ersten Leichtathletikwettkampf. Dort bin ich in Kugelstoßen und Diskuswerfen angetreten. Naja Kugelstoßen war nicht so die Welt. Dafür war ich in Diskus insgesamt  2. geworden insgesamt und bester von Orleans. Und das hat mich schon ein bisschen stolz gemacht, denn dafür, dass ich es erst seit 1 Monat mache, bin ich nicht mehr der schlechteste mehr bin.
Freitag war dann ein Baseballspiel und nein ich habe nicht gespielt (Warum? Datum!). Dafür war es, um so interessanter es anzusehen. Orleans hat natürlich gewonnen. Anschließend sind wir noch zu einem Freund gefahren und haben ein bisschen Basketball gespielt. Allerdings nur auf einen Korb, da der 2. Korb gefehlt hat, und dieser war nur auf rund 2,40m, normalerweise ist der Korb auf 10 Fuß oder 3,05m.
Deshalb
 hatte ich als relativ schlechter Werfer doch die ein oder andere Chance, dank meiner Größe. Das hat richtig Spaß gemacht und war für mich das Highlight der Woche, auch wenn ich mir das ein oder andere mal den Daumen am Metallring gestoßen habe.
 
Naja drückt mir die Daumen, denn nächsten Samstag steht Prom an. Prom ist ein großer Ball, wo alle 11. und 12. Klässer hingehen können. Dafür ist es ratsam ein Date zu haben, ja und ja ich habe eins gefunden. Also wünscht mir Glück, dass alles rundläuft und ich mich nicht blamiere.
 
Orleans kommt von New Orleans. Und New Orleans ist das "neue" Orleans zu dem in Frankreich. (So wie York und New York) Aber Orleans wurde nicht nach dem Orleans in Frankreich benannt, sondern nach der Schlacht von New Orleans zwischen Großbritannien und der USA. Nun denken sicher ein paar von euch: "Aber der Unabhängigkeitskrieg ist doch schon lange vorbei?". Ja richtig. Dieser Krieg wird oft auch als zweiter Unabhängigkeitskrieg bezeichnet. Es war nochmal ein Versuch der Briten, die Kolonien zurückzugewinnen. Während dieses Krieges hat auch z.B. das Weiße Haus in Washington D.C. gebrannt.
Nun eine Schätzfrage: Wie alt ist Orleans?
 
Habt eine schöne Woche
Ludwig

Spring Break

Mittwoch, 01.04.2015
Diese Woche hatte ich Spring Break, also Frühlingsferien. Es sah aus nach einer spannenden Woche aus. Leider war es am Ende nicht so spannend. Gleich Dienstag ist mein Gastvater hingefallen und hat dabei seine Schulter verletzt. 
 
Trotzdem haben wir viele Dinge geschafft. So wurde zum Beispiel Pats Boot, sein kleines Spielzeug für große Jungs, fertig für den Einsatz gemacht. Damit wollen wir in naher Zukunft angeln fahren. Ich hab Glück, denn dadurch, dass ich länger als 6 Wochen hier lebe und unter 18 bin, brauche ich keine Angellizenz.
 
Also Fische nehmt euch in acht ich komme, um euch zu fangen!
 
Montag bis Mittwoch haben wir uns jeweils 1 Zeltplatz pro Tag angesehen, der als Auswahl möglich wäre, um, in den Sommerferien, dort ein Boot und einen Wohnwagen unterzubringen. 
 
Am Donnerstag war dann noch ein großes Ereignis. Ich bin zum Baseballtraining gegangen, um es einfach mal auszuprobieren. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich garnicht so schlecht bin und werde ab sofort Pitcher, der der den Ball wirft, und im Outfield versuchen den Ball fangen. Das hat mich ziemlich überrascht.
 
Den Rest der Woche habe ich geschlafen, gegessen, getrunken und ja, auch im Haushalt geholfen. Aber jetzt bin ich völlig entspannt und freue mich auf die letzten 2 Monate.
Am 17.März war St. Patricks Day. Der ist hier vielleicht nicht so bedeutend wie in Irland, trotzdem wird er gefeiert, da es viele ehemalige Iren gibt. Pat, mein Gastvater, ist z.B. so einer. Auch wurde von vielen in der Schule überwiegend grün getragen.
 
Mal eine Frage zu meinem kleinem Ort. Warum heißt Orleans Orleans?
 
Habt eine schöne Woche
Ludwig

Zwei auf einen Streich?

Sonntag, 22.03.2015

Wie ihr ja sicher mitbekommen habt, ist es mir in den letzten Wochen nicht gerade gelungen meine Berichte immer Sonntags hochzuladen. Das liegt einfach, und da muss ich ehrlich sein, an meiner Faulheit. Entschuldigung dafür... Ich bin selbst ein bisschen überrascht, dass ich es so lange durchgehalten habe und nicht schon Ende Oktober aufgehalten habe. Deshalb sage ich mir: Die letzten Wochen schaffe ich das jetzt auch noch.

 

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei
 
Diese Woche sind ein paar Dinge, die ich sicherlich vermissen werde, zu Ende gegangen. Zum einen Winter Percussion und zum anderen Basketball. Dafür geht jetzt Leichtathletik so richtig los.  Ich freue mich deshalb besonders auf meine letzten Monate.
 
Montag, Dienstag und Mittwoch war nicht viel los. Es gab ein paar Trainings in Winter Percussion und Mathematik Academic Team.
 
Donnerstag war dann mein erster Wettkampf mit dem Academic Team. Es war richtig cool und hat sogar Spaß gemacht und dass bei Mathe!!! Der Wettkampf bestand aus 25 Fragen und nach 12 Fragen wurde ich dann "eingewechselt". Unser Team bestand aus 5 Leuten, 1 ist davon der Kapitän. Die anderen 4 tauschen nach 12 Fragen die Plätze, so wie ich. Unser ganzes Academic Team besteht aus 5 verschiedenen Teams. Dazu gehören Kunst, Englisch, Sozialkunde, Naturwissenschaften und natürlich Mathematik. Am Ende gibt es eine Runde mit einem Teilnehmer von jedem Team.
 
Freitag gab es dann eine Vorführung von den Winter Guard und den Winter Percussion in Orleans. Das war richtig schön vor allem für die älteren Leute, die nicht mehr so viel herum reisen können.
Samstag war dann Winter Percussion und Basketball. Leider habe ich es nicht zum Basketball geschafft. Aber dafür war der letzte Band auftritt. Es war zum Abschluss noch mal an einer richtig großen Schule, aber das bin ich mittlerweile gewohnt.
Parallel dazu ist das Basketball Regional abgelaufen. Orleans hat aber leider schon in der ersten Runde verloren.
 
Die Türen wurden oft verziert... ... hier einmal die besten bisschen klein Acedemic Team Wettkampf
 
Die Runde nach dem Sectional heißt, wie schon gesagt, Regional. Danach kommt das Halbfinale und dann das Finale in Indianapolis.   Aber das vergessen wir mal wieder ganz schnell.

Welcher Feiertag ist diese/letzte Woche?
 
 
 
Ein Ausblick in die nächsten Wochen
 
Diese Woche war ein bisschen unaufregend. Es war ganz normal Schule. Dafür will ich euch mal erzählen, was mich in den nächsten Wochen so erwarten wird.
 
Fangen wir mal mit dem an, was mir zurzeit am wichtigsten ist. Das ist gerade Sport, also Leichtathletik. Nachdem ich mitbekommen habe, dass es ganz schön unpraktisch ist, den ganzen Winter kaum Sport zu machen und das amerikanische Fast-Foodgenießen, versuche ich jetzt wieder in meine Form zu kommen. Dazu habe ich mich erst mal in die Abteilung Wurf eingeordnet. Das bedeutet für mich Diskus und Kugelstoßen. Ich merke, dass es richtig gut ist, einen Trainer zu haben, der der Meinung ist, dass man alles einmal ausprobiert haben muss. Deshalb sah ich nicht ganz so ungeschickt aus, als ich Diskus hatte. Später will ich dann noch 800 Meter machen.
 
Dann steht nächste Woche etwas an, worauf ich lange gewartet habe. Frühlingsferien. Nachdem es die letzten Tage richtig schönes Wetter gab, freue ich mich richtig drauf, mal wieder draußen auf dem Trampolin zu liegen und nichts zu machen.
 
Natürlich kann mein Auslandsjahr nicht vergehen, ohne dass meine Eltern mich besuchen. Also werde ich sie Ende Mai für zwei Wochen wieder sehen. In dieser Zeit wollen sie New York unsicher machen, danach wollen wir zu dritt mal Chicagos Architektur bewundern, um am Ende das kleine Orleans noch zusammen zu erkunden.  Natürlich geht bei Familie Reich nichts ohne einen Lauf. Deswegen musste ich einen Lauf raussuchen. Diesen werden wir zusammen in Chicago bestreiten. Ich muss mich also noch ein bisschen strecken, um meine 10km dort zu absolvieren.
 
Zu guter Letzt steht noch der Ball der Schule, Prom, an. Nachdem ich nun ein Date habe, muss ich mir noch einen Anzug ausleihen. Dann steht diesem Abend, der hoffentlich einzigartig wird, nichts mehr im Wege.
 
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Ausblick geben. Wenn ihr noch fragen habt, meldet euch einfach.
 
Habt eine schöne Woche
Ludwig

Eine Aufregende Woche

Montag, 09.03.2015

Nachdem ich die letzten Wochen ab und zu ein paar ruhige Tage hatte, war diese Woche mal wieder richtig was los. Es lag das Sectional der Jungs an, was vergleichbar mit den Bezirksmeisterschaften (z.B. in Leichtathletik) ist. Es ist aber ein ziemlich großes Ding das zu gewinnen.

Trotzdem fangen wir erst mal am Anfang der Woche an. Montag war eher ein ruhiger, normaler Schultag.

Dienstag hatte ich dann seit 2 Monaten mal wieder Sporttraining. Leichtathletik fängt jetzt endlich an. Darauf habe ich so lange gewartet und es war mal wieder ein richtig schönes Gefühl geschafft, zu sein.
Am Abend war dann das erste Sectionalspiel. Wir haben gewonnen, aber es war knapp. Trotzdem war die Freude über den Sieg groß.

Mittwoch und Donnerstag waren mal wieder ganz ruhige Tage.

Freitag hingegen gab es dann das 2. von den 3 Sectionalspielen. Dieses mal war es nicht so spannend. Es hat aber wieder Spaß, gemacht, das Basketteam gewinnen zu sehen und die ganze Atmosphäre um das Basketballspiel drum herum zu erleben.

Samstag war dann ein ganz schön anstrengender Tag. Zuerst stand ein Auftritt mit der Band an und am Abend war dann noch das Sectionalfinale. Also bin ich um 5 Uhr aufgestanden, um zum Bandauftritt zu fahren. Der Auftritt war dieses Mal leider nicht so gut. Zum einen war ein Keybordspieler nicht da, zum anderen wollte es dieses Mal einfach nicht. Aber es ist alles einigermaßen gut gegangen.
Am Abend stand dann noch das lang erwartete Finale an. Das Spiel an sich war richtig gut. Orleans hat gezeigt, warum sie als Nummer 3 im Staat Indiana in der Klasse A eingestuft wurden. Sie haben die Gegner dominiert.
Als dann so ziemlich feststand das Orleans gewinnt, wurden die Stammspieler ausgewechselt und durch die B-Mannschaft ersetzt.
Am Ende wurde dann das Basketballfeld gestürmt und mit Konfetti, Luftschlangenspray und Krepppapier so richtig eingesaut.
Viele der Spieler waren Seniors, also 12. Klässler, und für die war es ein richtig schönes Ende ihrer Basketballkaririere in der High School. Deswegen sind auch die einen oder anderen Tränen geflossen.
Anschließend gab es noch eine kleine Party und als ich dann um 2Uhr im Bett lag, war ich relativ froh.

EIn Durcheinander Die Seniors mit den Trainern Das Netz wird zerschintten Aufregung Am Anfang wird immer die Nationalhymne gespielt und die Flagge von Pfadfindern präsentiert; im Hintergrund das Basketballteam Teil der Klasse von 2015 Sectionalgewinner

Mal ein kleines Video von den letzten Sekunden und nach dem Spiel. Ich bin irgendwo in der lustiggestimmten Menschenmenge.

Wenn man genau hinsieht, kann man auf dem Bild eine Deutschlandfahne sehen und das hat mich überrascht.

Wie heißt der nächste Wettkampf denn man, im Basketball, gewinnen muss, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren?

Habt eine schöne Woche
Ludwig

Universität oder Schule?

Dienstag, 03.03.2015

Nach meinen unerhofften Ferien letzte Woche, musste ich diese Woche wieder in die Schule. Montag und Dienstag hatte ich jeweils 2h später Schule, also fiel der Einstieg nicht ganz so schwer. Deswegen ist diese Woche auch nicht viel passiert. Dafür steht nächste Woche die Sectionalmeisterschaften im Basketball der Jungs an. Das Ganze dann auch noch zu Hause in Orleans. Besser kann es gar nicht sein. Darauf freue ich mich schon richtig und hoffe auf ein paar spannende Basketballspiele.

Wie schon gesagt, hatte ich Montag und Dienstag 2h später Schule.

Mittwoch musste ich dann aber wieder 6:45 Uhr aufstehen, um zur Schule zu gehen. Das war schon ganz schön hart für mich. Als ich dann noch am Abend ganz spontan zu einem Basketballspiel gegangen bin, war ich dann schon froh, dass ich relativ früh im Bett war.

Donnerstag und Freitag ist auch nicht mehr so viel passiert.

Dafür hatten wir am Samstag einen Auftritt mit dem Winter Percussion. Dazu sind wir erst mal 2,5h mit dem Bus zur Schule gefahren, wenn man das noch Schule nennen kann. Das hat mich fast schon an eine Universität erinnert. Es gab 3 große Sporthallen, ein Schwimmbad und dann noch ein Fitnesscenter. Als wir dann durch Eingangstür 1 reingegangen sind und dort ein Schild war, dass Besucher doch bitte zu Tür 7 kommen sollen, war ich erst mal buff. Das Sekretariat hat mich eher an eine Hotelrepzeption erinnert, als an ein Sekretariat. Aber das sind dann halt die Schulen, die im Umkreis von großen Städten sind. Diese sind oft hochmodern und haben alles, was man braucht. Dort kann man dann auch, für einen Deutschen, ziemlich "sinnlose" Kurse wählen, wie Bühnenkunst oder Bildbearbeitung.
Der Auftritt an sich ist dann ziemlich gut gelaufen, auch wenn ich mich in der großen Sporthalle, in der wir gespielt haben, kaum zurechtgefunden habe.

Sekräteriat oder Hotelrezeption? kurz vorm Auftritt Na weshalb hab ich dieses Bild gemacht?beim umziehen 

Habt eine schöne Woche
Ludwig

Unerhoffte Ferien

Dienstag, 24.02.2015

Diese Woche musste ich mit ansehen, wie 20cm Schnee und Minusgrade fast ganz Orleans lahmlegen. Das Krasse daran war, dass wir eine Woche keine Schule hatten. Auf der einen Seite ist es natürlich schön, aber auf der anderen Seite kann die Schule, wenn sie der Meinung ist, dass das Schuljahr dadurch beeinflusst ist, es verlängern und sogar Ferien streichen. So was bin ich von Deutschland gar nicht gewohnt, dass die für Lehrer und Schüler heiligen Ferien gestrichen werden, denn die Ferien sind ja fast mit das Beste an der Schule.
Das liegt aber auch mit daran, dass es nicht wirklich einen Winterdienst gibt. Die Stadt hat halt ein paar Pick-up Trucks mit einer Schaufel vorne dran. Die verstreuen auch kein Salz, sondern eine Salzhltige Flüssigkeit. Auch wird, wenn Schnee liegt, nicht um 5 angefangen. Deshalb sind schon 40 Autos über den Schnee gefahren, welcher sich dann so langsam in eine Eisschicht verwandelt, die man nicht so leicht wegbekommt.
Also hab ich den Großteil meiner Woche im Haus verbracht, abgesehen von der Zeit, die ich mit Schneeschieben verbracht habe. Leider war der Schnee noch nicht dafür geeignet, um einen Schneemann zu bauen.

Also gibt es diese Woche nur ein kleines Zeichen, dass ich noch lebe und hoffentlich kann ich dann nächste Woche über mehr berichten.
 
Auf diesem Bild ist die Uhrzeit gegen den Uhrzeigersinn. Sie läuft also falsch, ist dennoch richtig.
 
 
Eis, Eis, Eis.

 
Habt eine schöne Woche
Ludwig
 
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